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Studentenservice: Internationales

Erlebnisbericht Nr. 23

  Verfasser: Annemarie 24 Jahre
Studiengang: International Management 4. Semester
Universität: Antonio de Nebrija, Madrid
Wann: SS 2004
Land: Spanien
Informationen über die Universiät:
Ich habe im letzten Sommersemester an der Universität Antonio de Nebrija in Madrid studiert. Dadurch dass es eine Privatuniversität ist, gibt es auch besondere Regelungen: Anwesenheitspflicht (sonst wird man nicht zur Prüfung zugelassen) und mid-term exams (d.h. bis zu vier Klausuren pro Fach während des Semesters plus final exam). Das kann ziemlich nervig und zeitaufwendig werden, vor allem, wenn man International Business und US History bei Prof. Orr hat. Beide Kurse gleichzeitig zu nehmen ist nicht sehr empfehlenswert, wenn man vom Leben in Madrid etwas mitbekommen will, auch wenn beide Kurse sehr interessant sind.
Der Campus liegt in den Bergen, ca. 30 Minuten von Madrid entfernt. Leider konnten wir durch unsere geringen Spanischkenntnisse keine spanischsprachigen Vorlesungen besuchen, sondern nur einen Spanischsprachkurs belegen. Dadurch hat sich das Studienangebot für uns auf wenige englische Kurse beschränkt, da wir manche Vorlesungen schon in Deggendorf hatten. Das Niveau ist (teilweise) nicht so hoch wie bei uns. Dafür sind einige Kurse sehr arbeitsaufwendig (wöchentliche Hausaufgaben, Präsentationen, Klausuren ...).
Ansprechpartner bei fast allen Fragen ist das International Department. In dem Gebäude ist auch der International Club untergebracht, der alle 2 Wochen einen Ausflug in die umliegenden Städte organisiert. Komischerweise kosten alle Ausflüge 27 Euro. Somit ist es ratsam, sich vorab Infos über Bus- und Eintrittspreise zu beschaffen und den Ausflug evtl. mit Freunden und ohne die Uni zu machen (v.a. bei El Escorial). Sonst kann es mit der Zeit sehr teuer werden!


Informationen über die Betreuung:
Mein Zimmer habe ich über spainexchange.com gefunden. Ich wohnte in einer WG mit einer Spanierin und einem Spanier. Die Wohnung war nicht unbedingt in einem super Zustand, aber für 4 Monate war es ok. Ansonsten hatte ich mit meinem Zimmer keine Probleme: Metro-Station, 3 Supermärkte, Post, Parkanlagen unzählige Bars und Pubs direkt um die Ecke, und die Miete von 260 Euro war für Madrid billig.
Der Weg zur Uni nervt manchmal, da ich jeden Tag über eine Stunde (einfach) unterwegs war. Am besten ist es, wenn man sich gleich eine Monatskarte für Metro, Bus und Zug kauft (ca. 50 Euro für über 21-jährige).



Tipps::
Durch das Studium in Madrid konnte ich wertvolle Erfahrungen sammeln, auch wenn manche Probleme und Enttäuschungen auftauchten. Die 3 bzw. so wie ich 4 Spanischkurse in Deggendorf sind eindeutig zu wenig, um Vorlesungen auf Spanisch zu hören und dann auch noch gute Noten in den mid-term exams zu bekommen. Von daher sollte man sich schon einmal darauf einstellen, englische Kurse zu belegen. Deren Anzahl ist jedoch sehr begrenzt. Wie bereits oben erwähnt, sollte man es vermeiden, International Business und US History gleichzeitig zu belegen.
Das Leben in Madrid ist aufregend - vor allem, wenn man so wie ich, aus einem kleinen niederbayrischen Dorf kommt ;-) ). Es gibt unzählige Pubs und Kneipen. Discos sind etwas teuer (Eintritt: 16 Euro) in den Touristenvierteln.
Englisch ist in Madrid nicht so verbreitet wie bei uns; die meisten Touristen in Madrid sind Spanier. Service in Restaurants, Geschäften und Supermärkten existiert nicht, auch wenn die Madrilenen auf der Straße absolut hilfsbereit sind.


 


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